CHARLY - Der Elektroroller aus dem Erzgebirge

1993 wurde die erste Generation Charly entwickelt und es begann der Verkauf. In dieser Zeit war Elektromobilität noch ein Fremdwort in Deutschland. Insofern war die damalige MuZ GmbH ein echter Vorreiter, nicht nur im Zweiradsektor.

Am Anfang ließ sich Charly deshalb nur schleppend verkaufen, obwohl MuZ große Vertriebspartner mit im Boot hatte. Unter anderem wurde er bei Quelle unter dem Markennamen „Mars“ vertrieben.

Nach der Insolvenz von MuZ im Jahr 1996 und der Übernahme der Firma durch den Malaysischen Hong Leong Konzern erfolgte eine grundlegende technische Weiterentwicklung. Außerdem erhielt Charly sein markantes Gesicht mit den Doppelscheinwerfern, welches im Wesentlichen auch heute noch existiert.

Charly entwickelte sich langsam zum Kultroller.

Seinen Höhepunkt erlebte Charly Anfang des neuen Jahrhunderts mit Stückzahlen von bis zu 600 im Monat. Etwa die Hälfte wurde dabei in die USA geliefert.

Im Laufe der Zeit erfolgten ständig kleinere Weiterentwicklungen und Verbesserungen, vor allem im Bereich der Elektrik und der Karosserie.

Mit der Insolvenz der Motorenwerke Zschopau GmbH, welche das Fahrzeug mittlerweile produzierte,  starb im Jahr 2012 auch Charly.
Mit Übernahme der Ersatzteilproduktion für die ehemaligen MZ Zweiräder übernahm die im Jahr 2013 gegründete MuZ Vertriebs GmbH auch die Ersatzteilversorgung für den Charly.
In diesem Zusammenhang gab es immer mehr Kundenanfragen für neue Charly’s.

So haben wir uns 2016 entschlossen, Charly neu aufleben zu lassen. Seit März 2017 ist Charly wieder auf dem Markt.
Im ersten dreiviertel Jahr wurden bereits wieder über 100 Stück produziert und verkauft, das Ganze ohne großes Werbeetat und neben dem eigentlichen Kerngeschäft der Firma, dem Handel mit Ersatzteilen.